Der TCS Freiburg setzte sich erneut konsequent und entschlossen für eine sichere, ausgewogene und nachhaltige Mobilität ein. Er verfolgte die strategisch wichtigen kantonalen Dossiers sowie die technologischen Entwicklungen aufmerksam und verstärkte getreu seiner Präventionsaufgabe auch seine Dienstleistungen und Aktivitäten zugunsten seiner Mitglieder.
Beim Verfassen dieser Zeilen und mit Blick auf die 100-jährige Geschichte des TCS, die Sie in unserer Beilage vom letzten Monat nachlesen konnten, bin ich einmal mehr beeindruckt von der Beständigkeit des TCS Freiburg. Wie seit unserer Gründung im Jahr 1926 konnten wir auch im letzten Jahr unser Engagement für unsere Mitglieder in allen unseren Tätigkeitsbereichen ausbauen und die Pannenhilfe, die technischen Kontrollen und die Fahrkurse der Sektion bilden weiterhin die Grundpfeiler unserer Tätigkeit.
Bei ihrer 97. Generalversammlung in Estavayer-le-Lac zeigte sich die Sektion kurz vor ihrem hundertjährigen Jubiläum solide und dynamisch. Der kontinuierliche Anstieg der Mitgliederzahlen sowie ihre stabile Finanzlage lässt sie das Jahr 2026 zuversichtlich angehen. Getreu seinen Werten Assistance, Sicherheit und Komplementarität der Mobilität blickt der TCS Freiburg entschlossen in die Zukunft.
Die Verkehrssicherheit steht weiterhin im Zentrum der Aktivitäten. Die Sektion setzte ihre Unterstützung für die Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei fort. Sie beteiligte sich zudem an deren Kampagne gegen Fahruntüchtigkeit: Angesichts der besorgniserregenden Zunahme von Fällen von Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder in schläfrigem Zustand unterstützte die Sektion die Massnahmen der Kantonspolizei. Die Förderung einer verantwortungsvollen Mobilität, die die Sicherheit aller respektiert, ist nach wie vor ein fester Bestandteil unseres Handelns. Unsere Juniorenkurse, die unser Jugendfahrlager abgelöst haben, sind nach wie vor sehr erfolgreich und ermöglichen es jungen Menschen, sich gut gerüstet in den Strassenverkehr zu wagen.
Der TCS Freiburg ist ein Club im Dienste seiner Mitglieder, der auch fröhliche und gesellige Momente bietet. Die Sektion organisierte einen Familientag im Europa-Park und verschenkte Tickets für Konzerte an Sommerfestivals. Er war auch bei populären Veranstaltungen wie dem Murtenlauf und der Corrida bulloise vertreten, wo er Präventionsarbeit, insbesondere zur Sichtbarkeit im Strassenverkehr, leistete und gleichzeitig seine Verankerung im Kanton festigte. Die Seniorinnen und Senioren des TCS haben ihr Angebot an Ausflügen und Aktivitäten ebenfalls weiter ausgebaut.
Ein politisches Engagement
Im Einklang mit der seit ihrer Gründung im Jahr 1926 verfolgten Linie engagiert sich die Sektion weiterhin in politischen Themenbereichen, die die Zukunft der Mobilität im Kanton gestalten werden. Die Gazette befasste sich mit der Entwicklung der Autobahnüberdeckung Chamblioux. Dieser 1255 Meter lange Abschnitt der Autobahn, bildet heute eine Schneise zwischen Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot und Villars-sur-Glâne bildet. Er soll überdacht werden, um die Bevölkerung vor Lärmbelästigung zu schützen und die Entstehung eines neuen Quartiers im Herzen eines vom Kanton und vom Bund anerkannten prioritären Entwicklungsschwerpunkts zu ermöglichen.
Der TCS ist für eine ehrgeizige Variante eingetreten, die eine vollständige Überdeckung vorsieht. Dabei geht es um mehr als nur die Verringerung der Lärmbelästigung, sondern auch darum, die Integration der Verkehrsinfrastrukturen zu überdenken und eine kohärente Stadtplanung zu fördern. Damit ist die Sektion für eine Vision von Mobilität eingetreten, die der Raumplanung als Hebel dient und in der Lage ist, Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Dynamik und Lebensqualität in Einklang zu bringen.
Wir verfolgen auch die technologische Entwicklung mit grossem Interesse. Die fortschreitende Elektrifizierung des Schweizer Fahrzeugparks bestätigt einen allgemeinen Trend. Fast ein Drittel der Neuzulassungen entfällt mittlerweile auf wiederaufladbare Fahrzeuge. Das Ziel des Bundes von 50 % bleibt zwar ehrgeizig, aber der Wandel ist definitiv eingeleitet. Vor dem Hintergrund, dass der Verkehr einen Grossteil der CO₂-Emissionen verursacht, ist die Elektromobilität ein zentrales Instrument der Klimapolitik. Der TCS begleitet diese Entwicklung und erinnert dabei an einen wichtigen Grundsatz: Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen ihr Fahrzeug weiterhin frei wählen können.