Nach über 17 Jahren im Dienste der Mitglieder des TCS Freiburg wird Anne-Claude Escher bald ein wichtiges Kapitel ihres Berufslebens abschliessen.
Ende September wird sie pensioniert, mit einer Mischung aus Befriedigung und Emotionen, die sie nur schwer verbergen kann.
Am 1. Mai 2009 tritt Anne-Claude Escher in der ehemaligen Agentur an der Spitalgasse in Freiburg ihre Stelle beim TCS an. Nach der Schliessung dieser Agentur, die als eine der ersten von der Umstrukturierung betroffen war, ist sie für kurze Zeit arbeitslos. Aber der Kontakt mit der Kundschaft wie auch die Arbeit in einem menschlichen und lebhaften Umfeld fehlt ihr schnell. Im Jahr 2010 kehrt sie zum TCS zurück, als die Kontaktstelle in den neuen Räumlichkeiten in Granges-Paccot wiedereröffnet wird. Es ist der Beginn eines Kapitels, der mehr als fünfzehn Jahre dauern sollte.
Anne-Claude Escher nimmt in der Kontaktstelle eine wichtige Beratungs- und Empfangsfunktion ein: "Jeden Tag empfange ich unsere Mitglieder, stelle die Dienstleistungen der Sektion vor und schlage verschiedene Formen der Mitgliedschaft sowie Produkte oder Versicherungen vor, die ihren Bedürfnissen entsprechen könnten: Versicherungen rund um die Mobilität oder für Zuhause, ETI-Schutzbrief, Rechtsschutz, Telepass usw. Es ist mir eine grosse Freude, sie zu beraten, damit sie die richtige Wahl treffen können".
Für die künftige Rentnerin bleibt der Kontakt von wesentlicher Bedeutung. Sie setzt auf eine Beratung von Mensch zu Mensch und nicht auf die unpersönlicheren elektronischen oder telefonischen Kanäle: "Ich spreche immer lieber persönlich mit den Menschen. Die Leute brauchen jemanden vor sich, um zu verstehen, was sie kaufen, das ist wichtig", erklärt sie. Es ist denn auch dieser menschliche Kontakt, die ihrer Arbeit in all den Jahren Sinn verliehen hat.
Und genau dieser menschlich Aspekt wird Anne-Claude Escher vor allem in Erinnerung bleiben. Die Tage sind geprägt von Gesprächen, Erklärungen, Lächeln, manchmal aber auch von Spannungen. Sie erzählt von heiklen Situationen mit gewissen Kunden, aber auch von bewegenden Gesten der Anerkennung – ein Dankeswort, ein Besuch mit einem Blumenstrauss oder einer Schachtel Pralinen in der Hand oder auch die spontane Hilfe einer Kundin, die Zeugin einer Auseinandersetzung geworden war…
Im Laufe der Jahre hat sich auch das Arbeitsumfeld grundlegend verändert. Anne-Claude Escher erinnert sich an die Anfänge in beengten Verhältnissen mit einem Empfang am Schalter, die nichts mit den heutigen modernen Räumen gemein hatten: "Damals war unser Büro wirklich winzig – ein kleiner Schalter, der wie ein blauer Metallkäfig aussah. Höchstens drei Quadratmeter. Heute sieht das ganz anders aus. Alles wurde renoviert und es ist eine wahre Freude, hier in unserem Mobilitätszentrum zu arbeiten."
Neben dem Arbeitsumfeld und den Arbeitsmitteln steht für sie vor allem das Team im Zentrum. Dieses ist klein und eingespielt, besteht aus wenigen Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie mehr als fünfzehn Jahre lang ihren Alltag geteilt hat. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie von ihnen als einer "zweiten Familie" spricht – ein Wort, das sie nicht leichtfertig verwendet. Es ist übrigens diese Verbundenheit, die den Abschied schwieriger macht, als es den Anschein hat.
Heute verlässt Anne-Claude Escher den TCS Freiburg mit einer enormen Dankbarkeit und unzähligen Erinnerungen. Erinnerungen an eine Karriere, die auf Dienstleistung, Kundennähe und Vertrauen aufbaut. Und vor allem an einen Beruf, in dem der Mensch immer im Mittelpunkt steht.
Und nach dem TCS?
Die Pensionierung bedeutet für Anne-Claude Escher alles andere als Untätigkeit. Zunächst möchte sie ihre Freizeit geniessen, sich aber auch in Bereichen engagieren, die mit Tieren zu tun haben – ihrer langjährigen Leidenschaft.
Sie plant insbesondere, sich in einem Verein zu engagieren, der sich um Huskys kümmert, die vor Misshandlung oder illegalen Zuchtbetrieben gerettet wurden. Auf dem Programm stehen Spaziergänge, Pflege, Streicheleinheiten und die tägliche Betreuung der Hunde. Längerfristig möchte sie sich auch in einem Reitstall um Pferde kümmern. Lebensabschnitt, der weiterhin lebendig gestaltet wird!