Seit der Gründung der Sektion setzt sich der Vorstand für die Interessen der Autofahrer ein.
Seit der Gründung der Sektion setzt sich der Vorstand für die Interessen der Autofahrer ein, indem er sich mit zahlreichen Themen befasst, u. a. mit dem eidgenössischen Autogesetz, dem Strassenverkehrsgesetz, dem Benzinzoll, dem Unterhalt der Strassen usw. Die Sektion organisiert auch Vorträge und Filmvorführungen.
Im Mai 1927 organisiert sie einen ersten Ausflug mit den Westschweizer Sektionen nach Lyss. An diesem Ausflug nehmen, wie in der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum zu lesen ist, "bereits 33 Autos" teil. Am 7. Januar 1928 veranstaltet die Sektion ihren ersten Ball im Hotel Terminus. Diese Tradition sollte viele Jahre lang fortgesetzt werden. Ihren letzten Ball organisiert die Sektion im Jahr 2016. Die Aktivitäten für die Mitglieder sind zahlreich: Benefizlauf, Familientage, Ausflüge und verschiedene ein- oder zweitägige Ausflüge oder Rennen. Die Sektion engagiert sich in Debatten über Strassen und Benzinpreise. Es gibt viel zu tun: Das Strassennetz ist zu dieser Zeit lückenhaft, um 1935 sind im Glanebezirk nur 7 km der Strassen asphaltiert.
Der Vorstand wird rasch vergrössert, wobei die Mitglieder sorgfältig nach ihren Kompetenzen ausgewählt werden. Die Aktivitäten werden ausgeweitet. Der Strassenhilfsdienst, Vorläufer unserer Strassenpatrouillen, wird 1930 ins Leben gerufen: "... ein Beiwagen mit einem Patrouilleur verkehrte während der Sommermonate zwischen Bern und Freiburg, ein Dienst, der 1934 bis nach Vevey ausgedehnt wurde", heisst es in der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum. Ab 1933 werden den Mitgliedern Scheinwerferkontrollen und Reifenprüfungen angeboten, ab 1935 Pannenhilfekurse und ab 1937 Samariterkurse. Auch erste Überlegungen zur Verkehrserziehung in den Schulen werden angestellt. In Charmey, Bulle und Châtel-Saint-Denis werden die ersten Verleihstellen für Schneeketten eingerichtet. Auch die Strassenbeschilderung wird verbessert, bevor man während des Krieges zurückruderte, "um es einem möglichen Feind schwieriger zu machen".
Als der Krieg ausbricht, wird der Elan der Sektion gebremst. Sie bleibt dennoch aktiv: "Man musste sich um die Rationierung und Verteilung von Benzin und Treibstoffen, um Fahrzeugsteuern der Mobilisierten, um die Verdunkelung kümmern…". An der Generalversammlung vom 20. April 1940 wird entschieden, während des Krieges auf den Mitgliederbeitrag zu verzichten. Die Zahl der Mitglieder sinkt, jedoch proportional weniger stark als in anderen Sektionen. Nach Kriegsende wirft die Wiederaufnahme des Verkehrs neue Probleme auf. Unter der Leitung von Louis Piller beginnt die Sektion mit technischen Studien zum Strassenausbau und zur Sensibilisierung der Lehrkräfte für Verkehrsprobleme im Hinblick auf die Verkehrserziehung der Kinder. Die Sektion organisiert im gesamten Kanton Vorbereitungskurse für Fahrprüfungen. Gemeinsam mit dem ACS beteiligt sie sich an der Festlegung der neuen Motorfahrzeugsteuern.
Im Jahr 1946 engagiert sich die Sektion mit Verve in der Debatte über Verfassungsartikel 23ter, der vorsieht, die Verkehrskoordination durch den Bund in der Verfassung zu verankern, was "die Interessen der Verkehrsteilnehmer" gefährdet. "Gemäss den Vorgaben des Zentralsitzes beschloss die Sektion Freiburg, diesen Artikel energisch und ohne Rücksicht auf Kosten zu bekämpfen. Zu diesem Zweck schloss sie sich mit dem ACS und allen Organisationen des Kantons zusammen, die ähnliche Ziele verfolgten. Es wurde ein imposantes Initiativkomitee gebildet […]." Die Schweizer Bevölkerung lehnt den Artikel ab. "Das Ergebnis übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Der Artikel wurde in unserem Kanton mit 4 zu 1 abgelehnt, wodurch dieser fast an die Spitze der ablehnenden Stände rückte", freut man sich in einer Publikation der Sektion.
Nach dem Krieg können auch die Familienausflüge intensiviert werden. Ab 1949 finden wieder Scheinwerfer- und Bremskontrollen statt. 1950 werden umfassendere technische Kontrollen eingeführt.