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06 März 2026

Die Präsidenten der Sektion

Hundert Jahre Präsidentschaft des TCS Freiburg

1) Louis Comte, 1926–1929
Der Arzt Louis Comte wird von Lucien Guénat, Edouard Savary und Raymond Marquart, die die Idee zur Gründung einer Freiburger Sektion hatten, gebeten, deren Vorsitz zu übernehmen. Er zögert zunächst, erklärt sich dann einverstanden, aber kündigt gleich zu Beginn an, dass er nur zwei Jahre lang Präsident bleiben werde. Nach Ablauf dieser Zeit zieht er sich zurück, um sich seinem Beruf zu widmen.

2) Albert Marro, 1929–1945
1929 tritt Oberst Albert Marro die Nachfolge von Louis Comte an. "Es wurde die richtige Wahl getroffen. Dynamisch und kontaktfreudig, mit der Fähigkeit, jedem ein gutes Gefühl zu geben, und mit einem scharfen Blick für sämtliche Belange des Tourismus, widmete sich Albert Marro von Anfang an ganz der Sektion Freiburg, die ihm ihre Entwicklung verdankt", heisst es in der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum. Der Vorstand der Sektion fasst seine Präsidentschaft 1951 so zusammen: "Leichte Jahre als Wegbereiter, dann schwierigere Jahre während des Krieges." Im Juli 1945 stirbt Albert Marro plötzlich.

3) Lucien Guénat, 1945–1946
Das Gründungsmitglied der Sektion übernimmt nach dem Tod von Albert Marro interimistisch die Leitung. Aber "in seiner Bescheidenheit" will er den Vorsitz nicht übernehmen, "und zieht es vor, weiterhin Vizeprä-sident zu bleiben, wie er es von Anfang an war" und es auch 1951 zum 25-jährigen Jubiläum der Sektion noch ist.

4) Louis Piller, 1946–1952
Die Wahl fällt daher auf den Ingenieur Louis Piller, der seit 1929 Mitglied des TCS und seit 1938 Mitglied des Vorstands ist. Der Vorstand der Sektion sagt 1951 zu seiner Präsidentschaft: "Herr Piller hat es geschafft, den Kanton Freiburg davon zu überzeugen, dass er zu denjenigen gehört, die sich am meisten für die gesunde Freiheit auf der Strasse eingesetzt haben." Er verfasst den Grossteil der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum der Sektion.

5) Jean Genoud, 1952–1972
Der Freiburger Anwalt Jean Genoud wird 1952 zum Präsidenten gewählt. Er spielt während 20 Jahren eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Sektion. Ende der 1940er-Jahre tritt er dem Vorstand bei, um den Rechtsdienst aufzubauen. Als er 1972 den Vorsitz abgibt, zählt die Sektion 14’000 Mitglieder und verfügt über ein "beträchtli-ches Vermögen", wie es in der Zeitung La Liberté am 3. Mai 1972 im Bericht über die Generalversammlung heisst.

6) Rolf Beyeler, 1972–1990
Rolf Beyeler, Geschäftsführer der Brauerei Beauregard und Vizepräsident der Sektion, tritt im Mai 1972 die Nachfolge von Jean Genoud an. Wie sein Vorgänger steht er fast 20 Jahre lang an der Spitze des TCS Freiburg, den er 1990 verlässt. Er investiert das "kleine Vermögen" der Sektion klug und führt grössere Projekte durch, u. a. der Erwerb des Gebäudes an der Spitalgasse in Freiburg und den Bau des technischen Zentrums in Granges-Paccot, das auch heute noch unter dem Namen Mobilitätszentrum das Herzstück der Sektion bildet.

7) Jean Schmutz, 1990–1998
Jean Schmutz ist Rechtsanwalt und Notar in Freiburg und Düdingen, Grossrat und Nationalratskandidat. 1990 übernimmt er den Vorsitz der Sektion. Unter seiner Leitung wird 1991 die Sektionszeitung Gazette des TCS lanciert. Die Publikation, die Sie in den Händen halten, ist deren Nachfolgerin. Während seiner Präsidentschaft wächst die Sektion von 37’000 auf 45’000 Mitglieder. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats des TCS Schweiz und Mitglied des Vorstands des Leitungsgremi-ums. 2002 kandidiert er für das Amt des Zentralpräsi-denten des TCS.

8) Philippe Schaller, 1998–2000
Der ehemalige Bankdirektor und Gemeindepräsident von Granges-Paccot Philippe Schaller tritt im Mai 1998 die Nachfolge von Jean Schmutz an. Im Frühjahr 2000 verlässt er die Sektion und spricht in der Zeitung La Liberté von zwischenmenschlichen Problemen mit einer kleinen Minderheit der Vorstandsmitglieder.

9) Claude Meyer, 2000–2001 und 2005–2006
Dr. Claude Meyer aus Estavayer-le-Lac, seit 1984 Vorstandsmitglied, übernimmt nach dem Ausscheiden von Philippe Schaller die interimistische Leitung. Er eint die Sektion und leitet in den 1990er-Jahren die Kommissionen Umwelt und Reisen. 2001 übergibt er den Vorsitz an Edgar Schorderet, wird jedoch Anfang 2005 erneut Präsident, als Schorderet zum TCS Schweiz wechselt. Er wird im Mai 2005 von der Generalversammlung zum Präsidenten gewählt und bleibt bis 2007 im Vorstand der Sektion. Insgesamt ist Claude Meyer 23 Jahre lang in der Sektion tätig.

10) Edgar Schorderet, 2001–2004
Der ETH-Inge-nieur Edgar Schorderet wird im Mai 2001 zum Präsidenten gewählt. Er ist ein Macher und übt sein Amt in Freiburg bis 2004 aus, als er zum Zentralpräsidenten des TCS gewählt wird. Dieses Amt hat er bis 2007 inne, als er aufgrund einer Polemik im Zusam-menhang mit seinen Aufgaben zurücktritt. Von 2006 bis 2011 sitzt er im Grossen Rat und kandidiert 2007 für den Nationalrat.

11) Peter Goetschi, 2006–2011
Peter Goetschi ist 40 Jahre alt, als er Präsident der Sektion wird. Er wohnt in Freiburg, ist Rechtsanwalt und bekleidet eine leitende Funktion bei KPMG in Freiburg. Während seiner Präsidentschaft setzte die Sektion ihre dynamische Entwicklung fort. In dieser Zeit intensiver Debatten über die Umwelt setzte er sich dafür ein, das Bewusstsein für die nötige Weiterentwicklung der Motorisierung der Autos zu schärfen. Als er sich 2011 für das Amt des Zentralpräsiden-ten des TCS bewarb, wurde er von der ausserordentlichen Delegierten-versammlung am 25. November 2011 gewählt. Er ist auch heute noch Präsident des TCS Schweiz.

12) Raphaël Bourquin, 2012
Raphaël Bourquin tritt 2000 in den Vorstand ein und ist seit 2007 Vizepräsi-dent unserer Sektion. Er übernimmt die Interimsleitung zwischen Peter Goetschi und Éric Collomb. Mit seinen 26 aktiven Jahren beim TCS Freiburg ist er eine der Säulen der Sektion.

13) Eric Collomb, 2012– …
Der ausgebil-dete Betrieb-sökonom Eric Collomb, Einwohner von Lully und Geschäftsfüh-rer des Transportunternehmens Emil Egger in Avenches, wird am 30. Mai 2012 zum Präsidenten gewählt. Er leitet sie ruhig, umsichtig und ziel-sicher. Als begeisterter Verkehrspolitiker schärft er seit 2006 seine Vision im Grossen Rat des Kantons Freiburg. Er ist stets an vorderster Front dabei, um die Mobilität im Dienste der Bürgerinnen und Bürger des Kantons weiterzuentwickeln. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats des TCS Schweiz.

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