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©Image: Joyce Romera / unsplash.com

09 April 2026

Hilfe für im Ausland festsitzende Schweizerinnen und Schweizer

Angesichts der Spannungen im Nahen Osten und der Schliessung zahlreicher Lufträume sassen mehrere tausend Schweizerinnen und Schweizer im Ausland fest.

Der TCS schaltete sich ein, um ihnen zu helfen, ihre Rückkehr zu koordinieren und ihnen mit Ratschlägen, logistischer Unterstützung und Echtzeitverfolgung zur Seite zu stehen, in Ergänzung zur konsularischen Arbeit.

Die militärische Eskalation im Nahen Osten führte zu erheblichen Störungen im Flugverkehr, von denen Tausende Schweizer Reisende direkt betroffen waren. Die Schliessung mehrerer Lufträume und die massiven Annullierungen von Flügen führten zu vielfältigen Problemen: Einige Reisende sassen an Flughäfen fest, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar oder Saudi-Arabien, während andere an ihren Reisezielen in rund fünfzehn Ländern – mehrere asiatische Länder und Inseln im Indischen Ozean, blockiert waren. Schätzungen des TCS zufolge waren am 1. März etwa 1’500 Schweizerinnen und Schweizer betroffen, in den folgenden Tagen wurde diese Zahl jedoch nach oben korrigiert und am 5. März berichtete RTS von 5’000 Personen.  Der TCS übernahm wichtige Koordinations- und Hilfsaufgaben, insbesondere für seine Mitglieder mit einem ETI Schutzbrief. Am ersten Tag gingen in der Notdienstzentrale des TCS über 400 Anrufe ein, das sind dreimal so viele wie üblich. Die Anfragen betrafen hauptsächlich annullierte Flüge, die Suche nach Rückreisemöglichkeiten und die Bewältigung von Notsituationen.

 Rund 800 Mitglieder des TCS mit einem ETI Schutzbrief sassen im Ausland fest. Der TCS wurde an mehreren Fronten aktiv: Er stellte Reiseinformationen und -empfehlungen in Echtzeit bereit, bot logistische Unterstützung bei der Neuplanung der Rückreise und half bei administrativen Schritten gegenüber den Reiseanbietern. Der TCS veröffentlichte ausserdem regelmässig aktuelle Informationen auf seiner Website, in denen er über die Schliessung von Lufträumen, Flugausfälle und die empfohlenen Schritte für betroffene Reisende berichtete.

Die Massnahmen des TCS ergänzten diejenigen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Das EDA war zwar weiterhin für die konsularische Unterstützung und den offiziellen Kontakt zu den Schweizerinnen und Schweizern im Ausland zuständig, organisierte jedoch keine Evakuierung und forderte die Reisenden auf, die verfügbaren kommerziellen Transportmittel zu nutzen. In diesem Zusammenhang fungierte der TCS als privater Hilfsdienstleister und kümmerte sich vorrangig um seine Mitglieder mit einem ETI Schutzbrief. Der TCS handelte subsidiär zu den Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und Reisebüros, was die Rückerstattung von zusätzlichen Kosten anbelangte, insbesondere für Hotels oder Flüge.

Der TCS präzisierte, dass seine unmittelbare Priorität weiterhin die Sicherheit und die Rückführung der gestrandeten Personen in ihr Heimatland sei. Dabei berücksichtigte er insbesondere diejenigen, die aufgrund ihres Gesundheitszustands – chronische Erkrankungen, fehlende Medikamente oder besondere Bedürfnisse, wie beispielsweise den Transport im Elektrorollstuhl – eine besondere Betreuung benötigten. In diesen Fällen koordinierte der TCS die medizinische und logistische Betreuung in Zusammenarbeit mit den schweizerischen und europäischen Behörden sowie anderen internationalen Akteuren, um trotz der schwierigen Lage sichere Rückreisewege zu finden.

Der TCS betonte die Bedeutung von Information und Vorbereitung. Er betreute Reisende, bot ihnen konkrete Lösungen an und gewährleistete eine zuverlässige administrative und logistische Unterstützung. Dieses Engagement unterstreicht die zentrale Rolle, die der TCS in Krisensituationen im Ausland spielt: Er bietet seinen Mitgliedern ein privates Sicherheitsnetz, das die offiziellen konsularischen Dienstleistungen ergänzt und die durch die Störung des internationalen Flugverkehrs verursachte Ungewissheit mildert.

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